Von Wien nach London und rechtzeitig zur Aufführung wieder zurück

April 30, 2026
Bettina Windisch-Altieri

Partnerin, Österreich

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Kannst du uns einen kurzen Überblick über dich und deine Praxis geben?

Ich bin Anwältin für Unternehmensrecht, internationales Vertragsrecht und IP-Recht in Wien. Ich begleite internationale Unternehmen in Österreich, wobei ein Schwerpunkt meiner Arbeit im Bereich Forschungs- und Entwicklungsverträge, Technology Transfer, Urheber-, Medien- und Entertainmentrecht liegt. Darüber hinaus bin ich die Sparring-Partnerin vor Ort für Unternehmen, die in Österreich tätig sind oder hier Fuß fassen wollen.

Ich begleite sie bei der Wahl der passenden Rechtsform, der Gestaltung von Gesellschaftsverträgen und Geschäftsordnungen und aller wesentlichen Vertragsbeziehungen, bis zu schwierigen Vertragsverhandlungen, wenn es mal nicht so rund läuft und natürlich behördlichen Anmeldungen und Genehmigungen und alles, was dazwischenliegt. Also: ziemlich viel.

Was mich von vielen Kollegen unterscheidet: Ich habe fast zehn Jahre inhouse gearbeitet. Das klingt nach einer Fußnote im Lebenslauf – ist es aber nicht. Es bedeutet, dass ich beide Seiten kenne. Die rechtliche und die unternehmerische. Ich weiß, wie es ist, wenn man als Beraterin nicht nur rechtlich richtig liegen muss, sondern auch eine gute Unternehmensentscheidung herbeiführen muss. Diese Perspektive bringe ich bei meinen Mandanten heute aktiv ein – als Beraterin oder als Interim Legal Counsel. Wenn Mandanten eine Anwältin brauchen, die nicht nur Verträge prüft, sondern auch unternehmerisch denkt, sind sie bei mir absolut richtig.

Gab es Herausforderungen, die du während deiner Zeit bei gunnercooke überwinden musstest?

Herausforderungen – ja die gab es.

In Österreich ist gunnercooke noch vergleichsweise jung, und die Partnergruppe entsprechend im Aufbau. Unser sehr flexibles Modell bietet viel unternehmerischen Freiraum – passt aber nicht für jede und jeden gleichermaßen.

Gerade in der Anfangsphase ist es daher wichtig, dass sich die richtigen Konstellationen finden.

Was mir den Einstieg so leicht gemacht hat, war das Backoffice und das Marketing-Team. Sie haben mich getragen und mein Onboarding war durch sie wirklich gut begleitet. Es beeindruckt mich, dass bei gunnercooke alle an einem Strang ziehen. So habe ich es erlebt. Es möchte einfach jede, dass du erfolgreich bist. Das spürt man.

Besonders hervorzuheben ist die Frauenpower bei gunnercooke.  Die Gruppe der weiblichen Partnerinnen arbeitet international eng zusammen. Es gibt einen großen Zusammenhalt und viel gegenseitige Unterstützung. Das hat bei gunnercooke auch Tradition, schließlich ist eine der Gründerinnen eine erfolgreiche Frau. Auch das ist spürbar.

Meine ganz persönliche Herausforderung war eine andere: Ich arbeite vor allem international, mit Kolleg:innen an anderen Standorten. Das bedeutet auch Reisen. Als alleinerziehende Working Mom ist das eine Herausforderung, denn es geht immer darum, die Balance zu halten. Ganz nebenbei hat sich mein Sohn in diesem Jahr zu einem verantwortungsvollen Tween entwickelt, im Gymnasium, auf seinem eigenen Weg – mit einer eigenen Meinung. Zu allem. Wir haben es in diesem Jahr gut geschafft, beide. Darauf bin ich sehr stolz.

Welchen Rat würdest du Anwälten geben, die darüber nachdenken, sich gunnercooke anzuschließen?

Wer die Selbstständigkeit sucht und gleichzeitig in einer internationalen Kanzleistruktur arbeiten möchte ist bei gunnercooke genau richtig. Man braucht gleichzeitig eine echte Bereitschaft, out of the box zu denken. Eine Kanzlei wie gunnercooke gibt es in Österreich nämlich bisher nicht. Das ist die Stärke. Und genau das erfordert auch eine gewisse Offenheit, Dinge anders zu denken, als man es aus dem klassischen Kanzleibetrieb kennt. Genau solche Kollegen suchen wir.

Mein konkreter Rat: Schaut euch die Kanzlei an. gunnercooke ermöglicht es, auf dem Weg zur Entscheidung die Kanzlei kennenzulernen – bevor man sich fix committet. Bei unseren regelmäßigen Partnermeetings sind häufig bereits zukünftige Partner:innen bereits als Gäste dabei. So erleben diese, wie wir miteinander arbeiten, wie wir diskutieren, wie die Dynamik ist. Und sie lernen die Kolleg:innen persönlich kennen. Das halte ich für einen absoluten Pluspunkt. Kein Sprung ins Ungewisse, sondern eine echte Möglichkeit zur informierten Entscheidung.

Wer Selbstständigkeit sucht und gleichzeitig in einer internationalen Kanzlei arbeiten möchte, ist bei gunnercooke genau richtig. Man braucht gleichzeitig eine Bereitschaft, out of the box zu denken. Eine Kanzlei wie gunnercooke mit einem Fee-Sharing Modell gibt es in Österreich nämlich bisher nicht. Das ist die Stärke. Und genau das erfordert auch eine gewisse Offenheit, Dinge anders zu denken, als man es aus dem klassischen Kanzleibetrieb kennt. Genau solche Kolleg:innen suchen wir. Schließlich kommt das Modell all jenen sehr entgegen, die Kanzlei und Familie vereinbaren möchten; und das sind meistFrauen. Das zeigt schon der große Erfolg des Kanzleimodells in Großbritannien, wo der Frauenanteil unter den Partnern mit über 50 % extrem hoch ist.

Auf was freust du dich im nächsten Jahr?

Es gibt schon viele Pläne. Und ich freue mich wirklich darauf. Anfang Mai geben wir – gemeinsam mit Kolleg:innen aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und den USA im IP-Bereich – einen Empfang für unsere Mandant:innen in London. Eine wunderbare Gelegenheit, die globale Arbeit von gunnercooke sichtbar zu machen, neue Verbindungen zu knüpfen und bestehende Mandantenbeziehungen zu vertiefen.

Dann ist da noch ein Traum, der gerade Gestalt annimmt: Ich möchte meine internationale Tätigkeit nach Italien ausweiten – gemeinsam mit einer Gruppe von Partner:innen aus Deutschland und Österreich wird dies gerade etabliert. Es ist ein Traum, weil Italienisch meine erste selbst gewählte Fremdsprache war. Ich habe einen Teil meines Studiums in Italien verbracht, habe dort gearbeitet, bevor ich Anwältin wurde. Italien liegt mir am Herzen. Dass sich das jetzt beruflich fügt, ist etwas ganz Besonderes.                                                                      

Und das absolute Highlight des Jahres: Das Symposium in Oxford im September, wo alle Partner:innen von weltweit zusammenkommen. Dort tagen wir am berühmten Universitätscampus, es gibt es ein tolles Fachprogramm, viel internationales Networking – und ein Abendprogramm, auf das ich mich jetzt schon freue. Im letzten Jahr war dies ein große Party im Naturhistorischen Museum mit Musik, Tanz, Drinks und einem unendlichen Flying Buffet. Mein Flugticket und die Kinderbetreuung habe ich schon gebucht.

Bettina Windisch-Altieri ist Partnerin bei gunnercooke in Wien und auf internationales Wirtschaftsrecht, IP und Vertragsrecht spezialisiert. Sie berät seit über 25 Jahren internationale Unternehmen mit Bezug zu Österreich.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie ein Teil von gunnercooke werden können?

Wir freuen uns, wenn wir mit Ihnen darüber sprechen können, welche Ziele Sie sich für ihr anwaltliches Geschäft, aber auch sonst, gesteckt haben.