Michael Dietz ist Partner im Bereich Dispute Resolution und vertritt Unternehmen in komplexen wirtschaftsrechtlichen Streitigkeiten, außergerichtlich, vor staatlichen Gerichten ebenso wie vor nationalen und internationalen Schiedsgerichten.
Seine Schwerpunkte sind Automotive, Banken, Bau, Technologie und Wirtschaftsstrafrecht. Zunehmend berät er auch bei insolvenzrechtlichen Streitigkeiten.
Nach mehr als sechs Jahren bei Freshfields in Hamburg hat er sich gunnercooke angeschlossen. Im Rückblick auf sein erstes Jahr berichtet er, welche Herausforderungen der Aufbau eigener Mandatsbeziehungen mit sich bringt, was er dabei gelernt hat, und warum sich der Schritt für ihn gelohnt hat: die Freiheit, sein Berufsleben selbst zu gestalten.
Was war die größte Umstellung?
Die größte Umstellung war, mir meine Mandate selbst zu akquirieren, statt dass die Arbeit bereits auf dem Tisch liegt. Ich war es gewohnt, dass Fristen, Prüfungstermine und Arbeitsaufträge meinen Alltag weitgehend strukturierten. Als selbstständiger Rechtsanwalt muss ich mich nicht nur um die Mandatsarbeit kümmern, sondern auch um den Aufbau meines Geschäfts, die Preisgestaltung, Honorarverhandlungen und die Organisation meiner eigenen Arbeit.
Inzwischen habe ich dafür einen guten Rhythmus gefunden. Ich habe gelernt, meine Zeit anders einzuteilen und neben der juristischen Arbeit auch die unternehmerische Seite meines Berufs aktiv zu gestalten. Diesen Schritt in die Eigenverantwortung habe ich nicht bereut.
Wie hast du den Übergang zu einem flexibleren Modell wie gunnercooke empfunden?
Grundsätzlich leicht, denn nach genau dieser Selbstbestimmung hatte ich mich gesehnt. Ich muss mich deutlich seltener intern abstimmen und kann meinen Arbeitsalltag eigenständiger gestalten. Ungewohnt war zunächst, dass ich meine Motivation und meine Strukturen stärker selbst entwickeln musste.
Mein Einstieg war insofern besonders, als ich meine Selbstständigkeit gemeinsam mit gunnercooke aufgebaut habe. Andere Partnerinnen und Partner starten mit einem bereits etablierten Netzwerk und haben damit andere Voraussetzungen. Ich musste mich zunächst in einer neuen Organisationsstruktur orientieren, mein Netzwerk ausbauen und mir das Vertrauen im Markt erarbeiten.
Gerade die Mandatsakquise bei den Unternehmen, die ich beraten und vertreten möchte, erwies sich anfangs als anspruchsvoller als erwartet. Mit einem guten Lebenslauf stellt man sich den Einstieg manchmal einfacher vor. Mit der Zeit habe ich noch deutlicher verstanden, wie wichtig ein über Jahre aufgebauter Ruf, persönliche Beziehungen und kontinuierliche Kontaktpflege für die Gewinnung neuer Mandate sind. Das braucht Zeit – und die Bereitschaft, langfristig zu denken.
Was hat sich für dich im ersten Jahr besonders gelohnt?
Vor allem die Freiheit, mein Berufsleben selbst zu gestalten. Ich arbeite gerne im Büro und schätze den fachlichen und persönlichen Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen.
Gleichzeitig kann ich selbst entscheiden, wann und wo ich arbeite, ohne feste Anwesenheitspflichten oder vorgegebene Arbeitszeiten. Ich habe mehr Freiheit bei der Auswahl meiner Mandate und kann meinen Arbeitsalltag stärker an meinen eigenen Vorstellungen ausrichten. Und ich muss mir keine Urlaubsanträge mehr absegnen lassen.
Hinzu kommt die unternehmerische Perspektive: Was ich aufbaue und leiste, wirkt sich unmittelbar auf mein eigenes Geschäft aus. Ich kann meine berufliche Entwicklung selbst steuern und gezielt daran arbeiten, mein Geschäft weiterzuentwickeln.
Unterm Strich habe ich im ersten Jahr eigene Mandate und neue Freiheiten gewonnen. Vor allem aber habe ich gemerkt, wie gut es zu mir passt, nicht nur als Rechtsanwalt, sondern auch unternehmerisch eigenverantwortlich zu arbeiten.
Welchen Rat würdest du Anwältinnen und Anwälten geben, die darüber nachdenken, sich gunnercooke anzuschließen?
Wer selbstbestimmt arbeiten und gleichzeitig unternehmerische Verantwortung übernehmen möchte, findet bei gunnercooke ein Modell, das beides hervorragend unterstützt.
Wichtig ist, sich von Anfang an gut zu vernetzen – intern wie extern – und für die Aufbauphase Geduld mitzubringen. Ein bestehendes Netzwerk und ein guter Ruf sind wertvoll, aber auch neue Mandatsbeziehungen lassen sich entwickeln. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass das Zeit und kontinuierlichen Einsatz erfordert.
Außerdem lohnt es sich, früh zu überlegen, wie man arbeiten möchte: lieber allein oder im Team, eher mit eigenen Schwerpunkten oder in enger Zusammenarbeit mit anderen. Bei gunnercooke ist beides möglich. Wer sein eigenes Geschäft aufbauen oder weiterentwickeln möchte, profitiert von der Expertise erfahrener Partnerinnen und Partner sowie vom nationalen und internationalen Netzwerk der Kanzlei.
Dieses Netzwerk eröffnet auch Zugang zu Mandaten und Projekten, die man allein oder in einer kleineren Einheit möglicherweise nicht gewinnen würde. Für mich liegt genau darin ein wesentlicher Vorteil: Man gestaltet seine berufliche Zukunft selbst, ohne auf Austausch, Zusammenarbeit und die Möglichkeiten einer größeren Kanzlei verzichten zu müssen.
Auf was freust du dich im nächsten Jahr?
Ich freue mich auf weitere spannende Mandate und darauf, mein Geschäft weiter auszubauen. Es entwickelt sich positiv, und ich merke, dass sich der Einsatz auszahlt.
Michael Dietz berät und vertritt Unternehmen in komplexen wirtschaftsrechtlichen Streitigkeiten – außergerichtlich, vor staatlichen Gerichten sowie nationalen und internationalen Schiedsgerichten. Schwerpunkte sind Automotive, Banken, Bau, Technologie und Wirtschaftsstrafrecht.
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie ein Teil von gunnercooke werden können?
Wir freuen uns, wenn wir mit Ihnen darüber sprechen können, welche Ziele Sie sich für Ihr anwaltliches Geschäft, aber auch sonst, gesteckt haben.